Nahaufnahmen mit einem normalen Objektiv

Ganz nah ran – die Welt aus einer anderen Perspektive

Nahaufnahmen sind gar nicht so schwierig - Peter Klau
Nahaufnahmen sind gar nicht so schwierig - Peter Klau
Bei Online-Auktionen sieht man sie haufenweise: Unscharfe, unansehnliche Bilder, auf denen kaum etwas zu erkennen ist. Dabei sind Nahaufnahmen gar nicht so schwierig.

Als Nahaufnahmen (auch Makroaufnahmen) bezeichnet man Aufnahmen, bei denen das Fotomotiv in einem Maßstab von 1:10 oder größer abgebildet wird. Bei diesem Maßstab wird durch die Vergrößerung das Motiv oft größer abgebildet wird als das Original. Normale Objektive erreichen maximale Abbildungsmaßstäbe im Bereich von 1:7 bis 1:10. Um noch größere Abbildungsmaßstäbe zu erzielen, verwendet man spezielle Objektive, ein Balgengerät oder Zwischenringe. An dieser Stelle geht es jedoch nur um Nahaufnahmen, die man mit einer ganz normalen digitalen Kamera machen kann.

Nahaufnahmen – Was Sie dazu brauchen

Zunächst eine Kamera mit Makro-Einstellung. Gut wäre ein kleines Stativ und etwas womit die das Objekt fixieren können. Knetmasse oder ein paar Nadel sind gut geeignet kleinere Gegenstände wie zum Beispiel Münzen aufrecht zu fixieren. Haben Sie kein Stativ suchen Sie sich eine ebene Fläche, auf der die Kamera aufliegen kann. Um den richtigen Winkel zu finden, kann ein Gegenstand unter die Kamera geschoben werden.

Ein paar Vorbereitungen

Bevor Sie alle Gegenstände in Position bringen, werfen Sie noch einen kurzen Blick auf die Kamera. Durch finden Sie eine Einstellungsmöglichkeit, die durch eine Blume symbolisiert wird. Das ist die so genannte Makro-Einstellung. Für Nahaufnahmen sollten Sie diese Einstellung wählen. Die Makro-Einstellung wurde entwickelt, um Fotos von Objekten zu machen, die etwa 45 cm entfernt sind. Aber es gibt noch einen weiteren Knopf, der für Makroaufnahmen wichtig ist: das Blitzlicht. Für die meisten Nahaufnahmen ist ein Blitz viel zu hell, außerdem verursacht er an hellen Flächen unerwünschte Reflektionen. Deshalb gehört der Blitz ausgeschaltet. Jetzt brauchen wir noch den Knopf für den Selbstauslöser. Das Symbol dafür ist normalerweise ein Kreis mit einer Linie von der Mitte nach außen an den Rand. Ein Selbstauslöser ist nicht unbedingt notwändig, er ist aber sehr hilfreich. Bei einigen Kameras werden diese Funktionen über ein Menü eingestellt, bei einigen über separate Knöpfe. Falls Sie sich nicht sicher sind, prüfen Sie das in Ihrem Handbuch nach.

Licht – je mehr desto besser

Natürlich brauchen Sie Licht, je mehr desto besser, Aber das Licht sollte nicht zu hart sein. Am besten ist diffuses Licht ohne Schatten, wie an einem bewölkten Tag. Ein natürlich beleuchteter Raum ist in der Regel hell genug. Sollte das nicht reichen, platzieren Sie eine Lampe mit etwa 60 Watt über dem Objekt, aber achten Sie auf Spiegelungen. Je weniger Licht, desto länger bleibt der Verschluss geöffnet (okay, eine digitale Kamera hat keinen Verschluss, aber als Analogie kann man das gelten lassen). Längere Belichtungszeiten erhöhen das Bildrauschen und die Chancen das Bild zu verwackeln. Deshalb warnen die meisten Kameras optisch und/oder akustisch bei Belichtungszeiten oberhalb 1/30 Sekunde. Also: Je heller, desto besser.

Und Action – den Auslöser drücken

Selbst die Kamera auf einem Stativ steht und Sie eine ruhige Hand haben, erzeugen Sie immer noch zu viel Bewegung, wenn Sie auf den Auslöser drücken. Um diesen Fehler zu vermeiden, sollten Sie den Selbstauslöser einsetzen. Bei vielen Kameras lassen sich die Verzögerungszeiten individuell einstellen. Für Ungeduldige sind hier zwei Sekunden vielleicht besser als 10 Sekunden. Wichtig ist, dass Sie die Hände von der Kamera nehmen, nachdem Sie ausgelöst haben. Dadurch vermeiden Sie eine Bewegungsunschärfe.

Bei Verwendung der Makro-Einstellung ist die Tiefenschärfe nicht besonders groß, Das bedeutet, alles was näher oder weiter entfernt ist als das Objekt wird unscharf dargestellt. Bei den meisten Kameras wird beim einfachen Drücken des Auslösers das Objektiv scharf gestellt und durch einen Rahmen angezeigt, auf was die Kameras fokussiert ist. Achten Sie darauf, dass das Objekt sich in diesem Rahmen befindet. Die Kamera erledigt nun den Rest für Sie.

Peter Klau - Autor, Peter Klau

Peter Klau - Von Beruf bin ich Programmierer, Netzwerkverwalter und Internet-Fachmann. Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich als freiberuflicher ...

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