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Moderne Betriebssysteme wie Windows 7, Vista oder XP überwachen Änderungen an Systemdateien, der Registrierdatenbank (Registry) und an bestimmten Programmdateien und speichern frühere Versionen dieser Dateien und Einstellungen. Das ist aus Sicherheitsgründen sehr wichtig, da Schadsoftware in fast allen Fällen Einträge in der Registrierdatenbank vornimmt oder verändert und in einigen Fällen auch Systemdateien manipuliert. Auf diese Weise können Benutzer bei Problemen den früheren Zustand des Computers wiederherstellen, als dieser noch einwandfrei lief. Das gute an dieser Aktion ist, dass dabei keine persönlichen Daten wie Word-Dokumente, E-Mails oder Musikdateien verlorengehen. Nach der Wiederherstellung eines Systems anhand bestimmter Wiederherstellungspunkte werden diese Manipulationen automatisch gelöscht. Das funktioniert aber nur, wenn der Benutzer regelmäßig Systemwiederherstellungspunkte setzt oder setzen lässt, um den möglichst aktuellen Systemzustand im Bedarfsfalle wiederherzustellen.
Einen Systemwiederherstellungspunkt setzen
Windows setzt automatisch einen Systemwiederherstellungspunkt zum Beispiel nach der Installation eines neuen Treibers, eigentlich braucht sich der Benutzer in dieser Hinsicht um nichts kümmern. Doch als Benutzer kann man den Schutz ergänzen und individuell weitere Systemwiederherstellungspunkte setzt, etwa bevor zweifelhafte Programme aus dem Web geladen oder Software installiert wird, über deren Herkunft man sich nicht sicher sind.
Um einen individuellen Systemwiederherstellungspunkt zu setzen, sind unter Windows 7 folgende Schritte nötig (bei Vista und XP funktioniert das ähnlich):
- Klicken Sie auf das Windows-Symbol und wählen Sie die Option „Systemsteuerung“.
- Klicken Sie auf „System und Sicherheit“ und anschließend auf „System“.
- Auf der linken Seite sehen Sie den Eintrag „Computerschutz“. Klicken Sie darauf.
- Auf der Registerkarte „Computerschutz“ klicken Sie auf die Schaltfläche „Erstellen“.
- Geben Sie im Dialogfeld „Wiederherstellungspunkt setzen“ einen beschreibenden Namen für den Wiederherstellungspunkt ein (Beispiel: „Vor der Installation des Spiels XY“).
- Nachdem Sie auf „Erstellen“ geklickt haben, beginnt Windows den Wiederherstellungspunkt anzulegen. Das kann etwas dauern.
- Nachdem der Wiederherstellungspunkt angelegt wurde, klicken Sie auf „Schließen“, um den Prozess zu beenden.
Eine Systemwiederherstellung durchführen
Funktioniert der Computer nicht mehr richtig, weil Sie sich zum Beispiel einen Virus eingefangen haben, ist es keine gute Idee, ein Anti-Viren-Programm zu installieren, weil dieses sofort infiziert würde. Besser ist es, mit einem Online-Tool zu versuchen, die Malware zu entfernen. Sie können aber auch mit der Systemwiederherstellung versuchen, die Original-Systemdateien wiederherzustellen. Dadurch wird die Schadsoftware zwar nicht gelöscht aber deaktiviert. Anschließend kann diese dann mit einem Virenscanner unschädlich gemacht werden. Voraussetzung für eine erfolgreiche Systemwiederherstellung ist, dass der Wiederherstellungspunkt vor der Infektion liegt. Außerdem werden auch reguläre Programme, die nach der Infektion installiert wurden, nicht mehr funktionieren.
Um ein System mit einem gesetzten Wiederherstellungspunkt wiederherzustellen, klicken Sie auf das Windows-Symbol.
- Geben Sie im Feld „Programme/Dateien durchsuchen“ den Suchbegriff „Wiederherstellungspunkt“ ein.
- Klicken Sie im Dialogfeld „Systemdateien und -einstellungen wiederherstellen“ auf den Schalter „Weiter“.
- Markieren Sie den Wiederherstellungspunkt der vor der Infektion gesetzt wurde mit einem Mausklick.
- Ein Klick auf die Schaltfläche „Nach betroffenen Programmen suchen“ listet alle Programme, die möglicherweise nach der Wiederherstellung nicht mehr funktionieren.
- Klicken Sie auf „Weiter“ und anschließend auf „Fertig stellen“.
- Bestätigen Sie die Sicherheitswarnung durch einen Klick auf „Ja“.
Auf dem PC werden nun alle Dateien geschlossen. Anschließend wird dieser herunter gefahren und neu gestartet. Anschließend beginnt Windows mit der Systemwiederherstellung. War diese erfolgreich, beenden Sie den Vorgang durch einen Klick auf „Schließen“.
Wie Sie noch mehr für die Sicherheit Ihres Computer-Systems tun können, lesen Sie im Artikel Mehr Sicherheit mit Windows 7.
